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RSSPrint

Gedanken zu Ostern

Emmaus ist überall

Zwei sind unterwegs. Froh und fromm ist ihnen nicht zumute. Sie sind auf der Flucht vor dem, was war. Aber am Ende sitzen die beiden mit Jesus um einen Tisch; und plötzlich wird daraus ein Gottesdienst in Emmaus.

Emmaus liegt überall. Zwölf Kilometer soll der Weg lang sein, den die beiden - von Jerusalem kommend - unter die Füße nehmen. Zwölf Kilometer sind nicht besonders imponierend. Aber sie tragen schweres Gepäck mit sich: die unverarbeiteten Erlebnisse der zurückliegenden Tage. Da sind zwölf Kilometer eine Tortur, wenn Seele und Körper streiken. Was ist in Jerusalem geschehen? Alle Hoffnungen auf Jesus haben sich aufgelöst. Die neuesten Nachrichten schaffen noch mehr Verwirrung. Einige Frauen haben sich zur Grabstätte auf den Weg gemacht. Aber sie fanden den Leichnam Jesu nicht. Ein Engel habe behauptet: Er lebt! Was soll man damit anfangen?

So tief sind die beiden in Ratlosigkeit versunken, dass sie kaum merken, wie sich ein Dritter zu ihnen gesellt. Die beiden klagen ihm ihre Angst und reden ganz freimütig über ihre Zweifel. Jesus habe sie enttäuscht, sagen sie. Der fremde Mitwanderer deutet den beiden das Geschehen; aber sie merken nichts. In Emmaus angekommen, will er sie verlassen: sie aber bitten ihn, doch mit ihnen einzukehren. Da sitzen sie nun um den Tisch und - Jesus bricht das Brot mit den ahnungslosen Jüngern.

Da werden ihnen plötzlich die Augen geöffnet: in diesem Brotbrechen ist ER selbst in ihrer Mitte. In Emmaus, diesem unbekannten Ort, feiern sie den ersten Gottesdienst mit dem Auferstandenen. Sie erleben, was Gottesdienst bis heute bestimmt. Um seine Gegenwart haben sie gebeten. Für Gottes gute Gaben gedankt. Auf das Wort der Bibel haben sie gehört. Brot haben sie gebrochen. Das alles trifft sie ins Herz. Und ihre Augen werden geöffnet für die Osterfreude.

Das gilt bis heute: Wo in Jesu Namen das Brot gebrochen wird, da ist er gegenwärtig. Wo wir sein Abendmahl halten, da feiern wir Gottesdienst mit dem Auferstandenen. Und wer mit Christus Gottesdienst feiert, der lässt die Dinge nicht so, wie sie sind. Er macht sich auf den Weg, wie die Jünger in Emmaus. (nachzulesen bei Lukas Kap. 24)

Emmaus, das ist der Ort in unserem trüben Alltag, wo Gott in unser Haus tritt. Und er lädt uns ein, die Spuren des Lebens wieder zu entdecken und ihnen zu folgen. Ich wünsche Ihnen und Ihren Familien eine gutes Unterwegs-Sein Richtung Osterfreude!

Ihr Uli Seegenschmiedt

Entwurf für ein Osterlied

Die Erde ist schön,
und es lebt sich leicht im Tal der Hoffnung.
Gebete werden erhört.
Gott wohnt nah hinterm Zaun.
Die Zeitung weiß keine Zeile vom Turmbau.
Das Messer findet den Mörder nicht.
Er lacht mit Abel.
Das Gras ist unverwelklicher grün als der Lorbeer.
Im Rohr der Rakete nisten die Tauben.
Nicht irr surrt die Fliege an tödlicher Scheibe.
Alle Wege sind offen.
Im Atlas fehlen die Grenzen.
Das Wort ist verstehbar.
Wer Ja sagt, meint Ja, und
Ich liebe bedeutet: jetzt und für ewig.
Der Zorn brennt langsam.
Die Hand des Armen ist nie ohne Brot.
Geschosse werden im Flug gestoppt.
Der Engel steht abends am Tor.
Er hat gebräuchliche Namen und
sagt, wenn ich sterbe: Steh auf.

Rudolf Otto Wiemer

Die Monatssprüche 2021

Auslegung  Jahreslosung 2021:  Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist! (aus der Feldrede Jesu aus dem Lukasevangelium 6, 36)

Januar: Viele sagen: "Wer wird uns Gutes sehen lassen?" HERR, lass leuchten über uns das Licht deines Antlitzes! Psalm 4,7 (L)

Auslegung Februar 2021: Freut euch darüber, dass eure Namen im Himmel verzeichnet sind! Lukas 10,20 (E)

Auslegung März 2021: Jesus antwortete: Ich sage euch: Wenn diese schweigen werden, so werden die Steine schreien. Lukas 19,40 (L)

Auslegung  April 2021: Christus ist Bild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene der ganzen Schöpfung. Kolosser 1,15 (E)  => Gedanken zu Ostern: Emmaus ist überall

Mai 2021: Öffne deinen Mund für den Stummen, für das Recht aller Schwachen! Sprüche 31,8 (E)

Juni 2021: Man muss Gott mehr gehorchen als den Menschen. Apostelgeschichte 5,29 (L=E)

Juli 2021: Gott ist nicht ferne von einem jeden unter uns. Denn in ihm leben, weben und sind wir. Apostelgeschichte 17,27 (L)

August 2021: Neige, HERR, dein Ohr und höre! Öffne, HERR, deine Augen und sieh her! 2 Könige 19,16 (E)

September 2021: Ihr sät viel und bringt wenig ein; ihr esst und werdet doch nicht satt; ihr trinkt und bleibt doch durstig; ihr kleidet euch, und keinem wird warm; und wer Geld verdient, der legt's in einen löchrigen Beutel. Haggai 1,6 (L)

Oktober 2021: Lasst uns aufeinander achthaben und einander anspornen zur Liebe und zu guten Werken. Hebräer 10,24 (L)

November 2021: Der Herr aber richte eure Herzen aus auf die Liebe Gottes und auf das Warten auf Christus. 2.Thessalonicher 3,5 (L)

Dezember 2021: Freue dich und sei fröhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme und will bei dir wohnen, spricht der HERR. Sacharja 2,14 (L)

Auslegungen zu Monatssprüchen 2020

Auslegung  März: Jesus Christus spricht: Wachet! Markus 13,37 (L)
Auslegung
  April:  Es wird gesät verweslich und wird auferstehen unverweslich. 1.Korinther 15,42 (L)
Auslegung
  Mai:  Dient einander als gute Verwalter der vielfältigen Gnade Gottes, jeder mit der Gabe, die er empfangen hat! 1.Petrus 4,10 (E)
Auslegung
  Juni: 
Du allein kennst das Herz aller Menschenkinder. 1.Könige 8,39 (L)
Auslegung
  Juli: Der Engel des HERRN rührte Elia an und sprach: Steh auf und iss! Denn du hast einen weiten Weg vor dir. 1.Könige 19,7 (L)
Auslegung
  August: 
Ich danke dir dafür, dass ich wunderbar gemacht bin; wunderbar sind deine Werke; das erkennt meine Seele. Psalm 139,14 (L)
Auslegung
  September: 
Ja, Gott war es, der in Christus die Welt mit sich versöhnt hat. 2.Korinther 5,19 (E)
Auslegung
Oktober: 
Suchet der Stadt Bestes und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohlgeht, so geht's euch auch wohl. Jeremia 29,7 (L)
Auslegung
  November: 
Gott spricht: Sie werden weinend kommen, aber ich will sie trösten und leiten. Jeremia 31,9 (L)

Letzte Änderung am: 27.03.2021