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RSSPrint

Gottesdienst

Am Sonntag feiert Gott
Einladung zu einem besonderen Treffen

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel zum Thema „Sonntagsgottesdienst“ gelesen. Da wurde provokativ gefragt: Ist der Gottesdienst am Sonntag ein „Auslaufmodell“? Der Autor, Prof. Dr. Kristian Fechtner, hat eine Änderung der „Sonntagskultur“ erkannt: „Der Sonntagmorgen ist für viele Menschen entweder Familienzeit oder Zeit individuellen Ausspannens. Den Sonntagmorgen halte ich mir frei, auch gottesdienstfrei.“ Vielleicht liegt es auch am Wort „GottesDIENST“? Die ganze Woche über ist man „im Dienst“ - bei der Arbeit, für die Familie, vielleicht noch in einem Ehrenamt – da möchte man ja wenigstens am Sonntag frei sein von allen Verpflichtungen. Beeindruckt hat mich, wie Fechtner das Wort „Gottesdienst“ erklärt, denn so hatte ich es noch gar nicht gesehen: „Gottesdienst meint: Wir feiern Gott, indem sich Gott UNS zuwendet. Gottesdienst ist Dienst Gottes an uns Menschen, nicht umgekehrt.“

Wenn wir am zweiten Sonntag im „Gottesdienst für Groß und Klein“ feiern, dann basteln wir oft etwas, das man mit nach Hause nehmen darf: eine Laterne, ein Fensterbild, eine Schatztruhe – alles das erinnert auch Monate später noch an ein Thema, mit dem wir uns beschäftigt haben. Auch für Erwachsene bietet der Sonntagsgottesdienst etwas zum Mitnehmen: Das kann der Vers eines Psalms sein, die Melodie eines Liedes, ein Gedanke aus der Predigt oder auch einfach ein nettes Wort, das man mit einem anderen Besucher wechselt – einen Impuls bekommt man immer. Und das Schöne ist, dass man nicht nur etwas zum Mitnehmen bekommt, sondern auch etwas da lassen kann: Eine Sorge, die einen bedrückt, einen Gedanken, der beklommen macht – hier kann man alles still im Gebet abgeben.

Kristian Fechtner schreibt: „Die Kraft des Sonntagsgottesdienstes liegt in seiner rituellen Gestalt.“ Hier werden die immer gleichen Texte gesprochen – als Ausdruck der Zusammengehörigkeit. Wer aber zum ersten Mal oder nach langer Zeit wieder an einem Gottesdienst teilnimmt, wird sich vielleicht nicht gleich zurechtfinden, nicht auf Anhieb alle Texte mitsprechen können. Geben Sie sich einfach am nächsten oder übernächsten Sonntag eine zweite Chance – und nehmen Sie ruhig den Ablaufplan zur Hand, der im Gesangbuch liegt und auf dem alle Texte abgedruckt sind. Probieren Sie es doch einfach mal aus und entdecken Sie, wie bereichernd ein Besuch des Gottesdienstes sein kann. Vielleicht sehen wir uns ja an einem der nächsten Sonntage in der Dorfkirche?

Gottesdienst verbindet

Das Kirchenjahr

Weihnachten kennt man. Gott wird Mensch. Den Rest können Sie sich schenken. Ostern wird schwer unterschätzt. Auferstehung - der Triumph des Lebens über den Tod. Pfingsten geht es um Begeisterung. Gott schenkt Verbindung. Glaube, Hoffnung, Liebe sind bleibende Zeichen der Gemeinschaft.

Wer das Kirchenjahr mitfeiert, lernt das Wesentliche des christlichen Glaubens kennen: So wie sich Situationen im Leben mit Höhen und Tiefen abwechseln, so wechseln die Feste und Farben des Kirchenjahrs. Das Kirchenjahr holt den Alltag aus seiner Eintönigkeit heraus und hilft, die Vielgestaltigkeit des eigenen Lebens wahrzunehmen.

Entdecken Sie das Kirchenjahr, seine Farben und Feiertage und ihre Bedeutung - HIER!

Letzte Änderung am: 07.04.2020