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RSSPrint

Pilgerreise Jakobsweg

"Ich bin dann mal weg"

Die Reise 2020 fiel der COVID19-Pandemie zum Opfer. Mit dem gleichen Programm versuchen wir es 2021 noch einmal - zuversichtlich, dass es 2021 möglich sein wird. Die PDF-Dokumente Ausschreibung und Anmeldung beziehen sich noch auf die Reise 2020 und werden aktualisiert, sobald die exakten Daten vorliegen. Sie können sich aber bereits vormerken lassen, indem Sie eine Mail an Uli Seegenschmiedt schicken.

Auf dem spanischen Jakobsweg von Burgos über Leon und Astorga bis Cacabelos

Termin: Donnerstag, 16. September bis Freitag, 1. Oktober 2021 mit einem Einführungsabend am Freitag, 11. Juni 2021 im Evangelischen Gemeindehaus Mariendorf, Friedenstraße 20

Reiseleistungen:
• Flüge Berlin-Bilbao und Santiago-Berlin
• Transfers Bilbao nach Burgos und am Ende von Cacabelos zum Flughafen Santiago
• Unterkunft zur Hälfte in Hostals (Doppelzimmer bzw. Drei-Bett-Zimmer) bzw. guten Pilgerherbergen, mit Frühstück und Abendessen (HP)
• Gepäcktransport an allen Pilger-Wandertagen
• bei Bedarf Begleitfahrzeug (inkl. evtl. notwendiger Abholung Einzelner am Weg)
• Pilgerausweis und Pilgermappe, Liederheft, Tagesimpulse, geistliche Begleitung
• Reisesicherungsschein und Einkaufsgutschein für den PilginoShop im Wert von € 10,-
• Informationsabend mit Abendessen und Jakobsweg-Präsentation

Preis: ca. 1.400 bis 1.500 Euro
Teilnehmerzahl begrenzt auf maximal 18 Personen (nach Eingang der Anmeldungen!)
Anmeldung spätestens bis 31. Mai 2021
Reiseleitung: Pfarrer Uli Seegenschmiedt, Kirchengemeinde Berlin-Mariendorf

Soweit die Füße tragen

Auf dem Jakobsweg bis Finisterre

Schon einige Jahre bin ich mit Gruppen von 14-20 Erwachsenen auf dem Camino francés, dem spanischen Jakobsweg unterwegs: 2014 von St. Jean Pied de Port am Fuß der Pyrenäen bis nach Burgos, 2015 durch die Meseta über Leon und Astorga bis zum Cruz de Ferro und 2016 über Santiago de Compostela bis Finisterre am Atlantik. 2019 konnte eine Berliner Gruppe das erste Drittel unter die Füße nehmen. 2020 ist das Mittelstück des spanischen Jakobswegs geplant.

Was ist das Besondere daran, diesen alten Weg zu gehen, an dessen Ende einen die Legende vom Jakobusgrab erwartet? Manches Mal durch menschenleere Landschaft, ein andermal an belebten Straßen entlang, mal bei Sonne, dann bei peitschendem Regen? Über zwanzig Kilometer jeden Tag. Die Antwort ist einfach: Weil es die Pfade gibt. Als Wege, die verschiedenste Ecken Europas verbinden. Seit Jahrhunderten sind Menschen aufgebrochen. Sie nehmen eine Auszeit. Unterbrechen ihren Alltag. Mit Rucksack und Pilgerstab. Voller Hoffnung. Quälerei denken die einen, in sich hinein horchen, sagen die andren. Der Weg ist das Ziel: nach Santiago de Compostela im spanischen Galizien. Und dann ans „Ende der Welt“ am rauschenden Atlantik.

Jakobsweg. Enorm beeindruckende Landschaft: die Farben des Ginsters, des Klatschmohns, der Kornblumen, wilder Lavendel, dazu die Liebe der Spanier zu Rosen und Calla gemischt mit den Brauntönen von Äckern, Rinden und Lehm oder dem unterschiedlichen Grün der Felder! Vorbei an verwunschenen kleinen Weilern und bedeutenden romanischen Klöstern und Kirchen. Gemeinsam Unterwegs-Sein mit anderen Pilgerinnen und Pilgern. Sich über Gott und die Welt unterhalten. Freundschaften schließen. Zusammen essen, singen, lachen und zusammen Wäsche waschen.

Menschen unbefangen begegnen. Sich gegenseitig unterstützen. So sollte es immer sein. Pilgern heißt Sich-Auf-den-Weg-Machen. Vertrautes hinter sich lassen und Neuland betreten. Mit einem Ziel vor Augen. Keine Hetze, kein Getrieben-Sein von Terminkalender und Telefon. Nicht auf der Überholspur. Pilgern bedeutet, sich für Dinge um sich herum Zeit nehmen: Beobachten und Bewahren. Wahrnehmen all dessen, was um mich herum ist. Sich Zeit-Nehmen für das Schöne in unserer Welt. Und Bauwerke voller Geschichte besuchen und studieren. Der Weg ist das Ziel.

Uli Seegenschmiedt

Letzte Änderung am: 20.08.2020